Juni 2021

In der neuen Nebelhornbahn steckt Bischof-Qualität

Wie ein Oberallgäuer Metallbauer zur Sicherheit am Nebelhorn beiträgt und einen reibungslosen Ablauf gewährleistet

 

Die Sommersaison 2021 ist am Nebelhorn alles andere als gewöhnlich – erstmals nimmt die neue Nebelhornbahn ihren Betrieb auf. Nach über 90 Jahren durfte sich die bisherige Personenschwebebahn, weltweit eine der längsten Bahnen ihrer Art, in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden. Von nun an wird eine moderne 10er-Kabinenbahn die Gäste sicher bis zur Bergstation des Nebelhorns
transportieren. Rund 55 Millionen Euro hat die Nebelhornbahn AG als Bauherr in das Oberallgäuer Prestigeprojekt fließen lassen.
Architektonisch besonders hervorzuheben ist die neue Talstation in Oberstdorf. Ein aufsehenerregendes Eingangstor lädt in die großzügig geschnittene Eingangshalle aus heimischen Hölzern mit beeindruckender Glasfassade ein.

 

Die Firma Metallbau Bischof aus Sonthofen konnte bei diesem Projekt ihre
Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen,
sodass für den renommierten österreichischen Architekten Hermann Kaufmann keinerlei Zweifel aufkamen, dass sie für das Eingangstor sowie für alle weiteren Türelemente der Tal-, Mittel und
Bergstation die richtige Wahl getroffen
hatten. Das langjährig aufgebaute und
bestehende Vertrauen der technischen
Betriebsleitung der Nebelhornbahn stand
im Einklang mit dieser Entscheidung.

 

Seit über 90 Jahren verbindet die Metallbau Bischof GmbH Tradition und Moderne.
Und im Gegensatz zur alten Nebelhornbahn stehen die Chancen gut, dass dies auch in den nächsten 90 Jahren so bleiben wird. Denn die Leidenschaft für den Werkstoff Metall ist im gesamten Team des mittelständischen Familienunternehmens spürbar. Die Faszination für ihr Handwerk kommt auch bei den Allgäuer Kunden an, ist das Erfolgsrezept hinter der Bischof-Qualität. Mit ihrer zuverlässigen und qualitativ hochwertigen Arbeit an der Nebelhornbahn haben die Metallbauer einmal mehr bewiesen, wie sie Großprojekte als eingespieltes Team zu stemmen vermögen. So gibt es in Tal-, Mittel- und Bergstation inzwischen kaum Türen, die nicht aus dem Hause Bischof stammen.

 

An Herausforderungen wachsen
„Eine Besonderheit am Projekt war
definitiv das automatisch gesteuerte Eingangstor.
Mit einer Türflügelhöhe von drei Metern sind wir bis an die Grenzen des technisch Machbaren gegangen und haben Design und Funktionalität miteinander in Einklang gebracht“, erzählt Johannes Dillinger, geschäftsführender Gesellschafter und verantwortlicher Projektleiter. „Doch nicht nur für das Eingangstor, sondern das gesamte Vorhaben gilt: Das Team ist an dieser Herausforderung gewachsen.“ Denn an speziellen Anforderungen mangelte es bei einem Projekt dieser Größenordnung nicht. Die Türen der Mittel- und Bergstation mussten aus Spezial-Isolierglas produziert werden, um den regelmäßig dort herrschenden widrigen Wetterbedingungen standzuhalten. Beheizte Bodenführungsschienen verhindern, dass die Türanlagen im Winter vereisen.
„Weitere Punkte im Rahmen der
Gefahrenanalyse waren die Flucht- und
Rettungswege sowie die Brandschutzbestimmungen.
Wir zeichnen uns für die Sicherheit der Bahngäste und Mitarbeiter verantwortlich“, betont Dillinger.

 

Starke Partner
Bei der Auftragsauswahl achtet Metallbau
Bischof auf kurze Wege zum Kunden,
denn das Unternehmen übernimmt nachhaltig Verantwortung für alle
Objekte.
So geschieht von der technischen
Planung und Fertigung über die
terminsichere Montage bis hin zur
Nachsorge alles inhouse. „Unsere extra
geschulten Servicemitarbeiter können in
kürzester Zeit direkt beim Kunden vor
Ort sein“, erklärt der Geschäftsführer.
Um den eigenen Ansprüchen an die
Produktqualität gerecht zu werden,
arbeitet das Unternehmen seit vielen
Jahrzehnten mit starken Partnern
erfolgreich zusammen, so auch bei der
Nebelhornbahn. Die verbauten automatischen Schiebetüranlagen in unterschiedlichen Konfigurationen stammen aus dem Hause RECORD. Bei sämtlichen Aluglaselementen, beispielsweise
dem Bahnführerstand mit rahmenlosen
Iso-Glas-Ecken, ist WICONA zuverlässiger Partner. Im Brandschutzbereich kooperiert der Metallbauer mit dem Unternehmen HÖRMANN, das unter anderem die flächenbündigen Stahlblech-Feuerschutztüren für die Tal- und Mittelstation beisteuerte.
„Für alle Alu-Brandschutz-Elemente
haben wir außerdem eine Zulassung
für die Eigenherstellung.“

 

Im Rahmen unseres Gesamtportfolios an
Stahl- und Metallbauarbeiten fertigte die
Firma Bischof darüber hinaus auch die
innenliegende Treppenanlage in der Mittelstation, statisch tragende Stahlkonstruktionen an der Bergstation sowie das punktgehaltene Glasdach mit tragender Edelstahlrinne und Abspannungen an der Talstation.
Dass Privatpersonen in der Regel keinen
Gedanken an Türanlagen in öffentlichen
Gebäuden verschwenden müssen, liegt an
der Präzisionsarbeit von Unternehmen
wie Metallbau Bischof. Ob anspruchsvolle
Witterungsverhältnisse oder gar eine
Notfallsituation – die Metallbauer aus
Sonthofen haben bereits alle Eventualitäten
einkalkuliert und tragen so zu unser
aller Sicherheit bei.

 

Quelle: Dominik Baum, Allgäuer Wirtschaftsmagazin

Automatische Schiebetüren im Eingangsbereich der Talstation

Einflügelige, automatische Schiebetüre

Stahl-Feuerschutz-Schiebetor und dahinter eine zweiflügelige, automatische Schiebetüre

Feuerschutz-Schiebetor und dahinter eine Teleskop-Automatiktüre

Automatiktüre in Bischof-Qualität

Zweiflügelige, automatische Schiebetüre an der Mittelstation Seealpe

Ganzglasecke aus Isolierglas